Typenklasse
Einmal im Jahr werden Fahrzeugmodelle in ihre Typenklasse eingeteilt – und so auch in eine Versicherungsklasse eingestuft. Die Unfallstatistiken der einzelnen Automodelle spielen hier eine wichtige Rolle. Anhand dieser ermitteln Sachverständige die Neueinstufung der Typenklasse der einzelnen Modelle. Die Beurteilung erfolgt dabei von unabhängigen Sachverständigen – unabhängig von den Versicherungsgesellschaften.
Kriterien bei der Einstufung in die Typenklassen
Die Unfallstatistiken sind ein wichtigstes Kriterium bei der Einstufung eines Modells in eine Typenklasse. Aber auch andere Faktoren fließen in die Berechnung mit ein. Am Ende geht es vor allem um die Kosten. Unfälle aber auch Diebstahl und Vandalismus spielen hierbei eine Rolle. Die Neueinstufung der Typenklasse erfolgt stets im Oktober eines Jahres. Wird das eigene Fahrzeug höher eingestuft, so steigen im nächsten Jahr die Versicherungsprämien – ganz unabhängig davon ob man im letzten Kalenderjahr einen Unfallschaden über die Autoversicherung begleichen lassen musste oder nicht.
Die Typenklasse bei Neuwagen
Kommt ein neues Automodell auf den Markt, so wird es ersteinmal in die für den Versicherungsnehmer günstigste Typenklasse eingestuft. Einfach deshalb, weil Erfahrungswerte und Statistiken noch nicht existieren. So gestaltet sich die Autoversicherung in der ersten Zeit nach dem Erwerb eines neuen Autos vielleicht noch günstig. Doch sobald Zahlen vorliegen kann die Einstufung in die Typenklasse so ungünstig ausfallen dass sich dies erheblich auf die Versicherungsprämie auswirken kann. Gerade bei einem hochklassigen Fahrzeugmodell kann dies relevant werden. Denn hier dürften Reparaturkosten hoch und Diebstahl bzw. Vandalismus nicht unerheblich sein.
Datum: 27. April 2011 - Kategorie: Lexikon Autoversicherung, T - Tags: Fahrzeugmodell, Typenklasse





